Neue Technologie für bewährte Applikationen
Leipzig / Ismaning, 24. Februar 2010

IAC mbH Leipzig - ... wir machen Geodaten schnell nützlich mit POLYGIS


Neue Technologie für bewährte Applikationen
Strategische Partnerschaft zwischen IAC und Intergraph
 
Seit der Bekanntgabe der Partnerschaft zwischen der IAC mbH und Intergraph im September letzten Jahres haben sich bei den POLYGIS-Nutzern viele Fragen ergeben. Dr.-Ing. Horst Harbauer, Geschäftsführer Intergraph SG&I Deutschland GmbH und Senior Vice President EMEA SG&I, nimmt im Gespräch mit der vis à gis zu den wichtigsten Anliegen Stellung.

Dr. Horst Harbauer


Dr. Horst Harbauer, Geschäftsführer Intergraph SG&I Deutschland GmbH & Senior Vice
President EMEA SG&I


vis à gis: Herr Dr. Harbauer, Intergraph hat das Image des erfolgreichen GIS-Anbieters für große Kunden. Warum sind für Intergraph die kleineren Kunden, die ja die Mehrzahl der POLYGIS-Anwender ausmachen, nun so wichtig?

Dr. Horst Harbauer: Eine kleine Gemeinde wie Borsdorf zeigt doch beispielhaft, dass konsequente GIS-Nutzung keine Frage der Größe ist. Allein in der D-A-CH-Region bedient Intergraph heute schon sehr viele kleine Kunden. Insbesondere über die von uns bereitgestellten Web- und Hosting-Lösungen ist die Nutzung von GIS-Funktionalitäten wesentlich einfacher, da damit viele Administrations- und Datenintegrationsaufwendungen entfallen. Mehr als 1.500 Intergraph-Kunden mit zusammen weit über 20.000 Arbeitsplätzen profitieren davon jetzt schon Tag für Tag. Diese Zahl wird weiter wachsen, denn alleine in Deutschland müssen wir laut Studien unabhängiger Institute derzeit davon ausgehen, dass weniger als 50 Prozent aller Kommunen bereits GIS-Funktionalitäten durchgängig nutzen.

Intergraph hat in der Vergangenheit schon einmal versucht, im Kommunalmarkt signifikant Marktanteile zu gewinnen. Der Erfolg hat sich aber bisher in Grenzen gehalten. Was können Sie den POLYGIS-Kunden dazu jetzt sagen?

Sie heben in Ihrer Fragestellung sicherlich auf die Thematik rund um CADdy ab. Damals waren die Voraussetzungen andere. CADdy war ein CAD-System und kein datenbankgestütztes GIS wie etwa POLYGIS. Wir hatten nicht die Möglichkeit, CADdy technologisch neu aufzustellen. Dadurch war es für viele Kunden notwendig, auf unsere fertigen, moderneren Produkte umzusteigen. Interessanterweise haben wir damals nahezu alle kommunalen Kunden überzeugen und überführen können, denen nicht nur CAD-Funktionen wichtig waren, sondern die vor allem mit GIS-Funktionalitäten und Geodaten arbeiten wollten. Allerdings haben wir auch gelernt, wie wir uns mit unseren Technologien und Produkten bei der Architekturdiskussion einbringen können und auf welche Erfolgsfaktoren es dabei ankommt.

Deshalb entwickeln wir mit unserer ganzen technischen Kompetenz zusammen mit der IAC und ihrem GIS- und Anwendungs-Know-how ein neues gemeinsames Produkt auf bewährter Basis und vermeiden damit alle technologischen Brüche. Die POLYGIS-Kunden werden nicht umlernen müssen, und sie werden in der neuen Technologie alles vorfinden, was sie bisher gewohnt sind. Das neue POLYGIS wird technologisch weitaus moderner und zukunftsfähiger sein als dies das heutige POLYGIS je sein kann.

Genau hier greift eine weitere Frage: Muss demnächst der POLYGIS-Kunde auf Intergraphs GeoMedia umstellen, um das neue POLYGIS nutzen zu können?

Die Frage trifft den Ansatz nicht. Es wird nicht ein Desktop-GIS durch ein anderes Desktop-GIS ersetzt. Insofern spielt das Desktop-Produkt GeoMedia hier keine Rolle. Es geht um Web-Anwendungen mit Client- und Serverkomponenten. Die Fachaufgaben werden durch Web-Oberflächen abgebildet, die Vorgänge durch Workflows geführt. Die Gestaltung der Oberflächen folgt den bestehenden Oberflächen, die Benennung der Objekte ebenfalls. Dadurch ist der Umstieg sehr einfach und unkompliziert, da nichts neu gelernt werden muss.
Kein POLYGIS-Kunde wird GeoMedia einführen müssen, um das neue POLYGIS zu nutzen. Ganz im Gegenteil: Das neue, von IAC entwickelte POLYGIS wird als gemeinsames Standardprodukt für den kommunalen Markt unser bisheriges Portfolio erweitern, und auch durch Intergraph selbst und Intergraph-Partner künftig vertrieben werden. Die Zusatzmodule von Intergraph, z.B. GeoMedia, GeoMedia-3D oder GeoMedia-Rasteranalyse, werden natürlich integrierbar sein und für viele POLYGIS-Kunden einen erheblichen Mehrwert bieten.

Sie sprechen immer von Kommunen und kommunalnahen Märkten. Unter den POLYGIS-Nutzern befinden sich viele Stadtwerke und Versorgungsunternehmen. Welchen Vorteil werden diese Kunden von der Kooperation mit Intergraph haben?

Mehr als 400 große und kleine Kunden der europäischen Versorgungswirtschaft nutzen unsere Technologien und Lösungen. Selbstverständlich respektieren wir, wenn sich Unternehmen für Produkte anderer Hersteller – also etwa POLYGIS – entschieden haben und damit sehr zufrieden sind. Aus diesem Grunde werden in der neuen POLYGIS-Technologie sämtliche Fachapplikationen enthalten sein, die die POLYGIS-Nutzer bisher gewohnt sind.

Keiner der Kunden aus der Versorgungswirtschaft wird dabei Bekanntes vermissen oder Altbewährtes suchen, denn es wird der gesamte Funktionsumfang wie bisher in neuer, moderner technologischer Einbettung vorhanden sein. Der Vorteil wird in den integrierten Lösungen liegen. Unabhängig davon, welche Anwendungen zum Einsatz kommen, sind diese mit einheitlichen Ober¬flächen und Abläufen versehen. Das bietet insbesondere dort große Vorteile, wo Netzlösungen mit kommunalen Anwendungen verwoben sind.


Lesen Sie die komplette vis à gis 1/2010



Kontakt

www.stadtmonitoring.de
www.polygis.de
www.polymap.de

vis-a-gis die Kundenzeitschrift
IAC-Presseservice
letzte Änderung am 24.02.2010