Der Ruf nach zentralen Strukturen und dezentralen Daten mit Raumbezug hallt durch Europa. Mit der 2007 in Kraft getretenen EU-Richtlinie INSPIRE (Infrastructure for Spatial Information in Europe) soll die grenzübergreifende Nutzung von Daten europaweit vereinfacht werden. Dass dieses Ziel, nahezu auf einen Knopfdruck hin sämtliche Geodaten aus Europa abrufen zu können, enorme Vorarbeiten erfordert, ist offensichtlich. Bis 2019 ist geplant, die umweltrelevanten Daten komplett von der Kommunal- bis zur Europaebene harmonisiert zu haben und sie Bürgern, Wirtschaft und Verwaltung zur Verfügung zu stellen.
Problematisch daran ist, dass es auf den Länderebenen weder einen einheitlichen Ansatz zur Vorgehensweise noch zur Finanzierung gibt. Zudem ist die Verbreitung und Verwendung von Geoinformationssystemen auf Länder-, aber vor allem auch auf Kommunalebene sehr uneinheitlich. Auf der einen Seite existieren zahlreiche Leuchtturmprojekte interkommunaler oder gar internationaler GDI-Implementationen.
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