In Borsdorf hat man den Nagel auf den Kopf getroffen – oder besser gesagt: in den Baum. Kleine Kunststoffstifte machen jeden Baum der kleinen Gemeinde am Rande der sächsischen Metropole Leipzig zum Innovationsträger. RFID-Technologie heißt das Zauberwort, das die exakt 1547 Alleenbäume zu unverwechselbaren Objekten macht. Mit dem Einsatz dieser Technik schließt die zukunftsorientierte Gemeinde die letzte Lücke in der digitalisierten Baumverwaltung und stellt klar: In Borsdorf gleicht kein Baum dem anderen.
Komplett digitale und vernetzte Prozesse in der Kommunalverwaltung – das ist die Vision der 8400-Seelen-Gemeinde Borsdorf. Sie möchte informationstechnologische Möglichkeiten ausschöpfen und somit ihre Arbeitsprozesse optimieren – nicht nur zum Wohle der Verwaltung selbst, sondern vor allem auch im Sinne der Bürger.
Der Baumbestand einer Kommune muss regelmäßig überprüft und gepflegt werden. Das erfordern die Verkehrssicherungspflicht sowie die Baumschutzverordnung. Um diesen Anforderungen gerecht zu werden, machten sich die zuständigen Mitarbeiter bislang mit Stift und Papier bewaffnet auf den Weg zu den Bäumen. Vor Ort notierten sie händisch ihre Beobachtungen. Zurück in der Verwaltung mussten diese allerdings noch ins GIS überführt werden.
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