Informationen zur Umstellung auf ALKIS®
Informationen zur Umstellung auf ALKIS®

 

Fachthema vom 02.02.2010

IAC mbH Leipzig - ... wir machen Geodaten schnell nützlich mit POLYGIS


Informationen zur Umstellung auf ALKIS®

Ausschnitt Liegenschaftskarte ALKIS

Ausschnitt Liegenschaftskarte
 

In den meisten Bundesländern steht die ALKIS® - Umstellung vor der Tür. Dies bedeutet nicht nur eine Umstellung des Datenformates, sondern in diesem Zuge wird auch auf das Bezugssystem ETRS89/UTM umgestellt.


Warum Umstellung?

Die im Aufbau befindlichen Geodateninfrastrukturen erfordern einen bundesweit einheitlichen Grunddatenbestand sowie einen einheitlichen Raumbezug aller Geobasisdaten. Deshalb stellen die Landesvermessungsämter die gegenwärtigen Verfahren auf das Amtliche Liegenschaftskatasterinformationssystem (ALKIS®) als einheitliches Referenzmodell der Bundesrepublik Deutschland sowie auf das bundeseinheitliche amtliche Lagereferenzsystem ETRS89/UTM um.


Was ist ALKIS®?

ALKIS® übernimmt die Funktionen der bisherigen Verfahren für die Führung der Liegenschaftskarte und des Liegenschaftsbuches in einem einheitlichen Verfahren.

Wesentliche Vorteile ergeben sich für Sie aus der Zusammenführung dieser Datenbestände und aus der integrierten sowie redundanz- und widerspruchsfreien Führung der Sach- und Grafikdaten auf der Basis von Objekten.

Die Objekte werden mit einem Lebenszeitintervall (Zeitstempel) versehen. Nicht mehr existierende Objekte werden historisiert und in der Datenbank weiter gespeichert, so dass Sie beliebige historische Versionen abrufen können.

Die Modellierung der Datenstruktur und der Schnittstelle entspricht internationalen Normen (ISO) und Standards (OGC und W3C). Durch die zusätzliche Speicherung von Meta- und Qualitätsdaten, z. B. zur Aktualität und Genauigkeit, werden Sie als Nutzer in die Lage versetzt, die fachliche Eignung der Daten für Ihre Anwendung zu beurteilen.


Was ändert sich für Sie?

Der Datenaustausch für ALKIS® erfolgt über die Normbasierte Austauschschnittstelle (NAS). Diese setzt auf den Industriestandards Extensible Markup Language (XML) sowie Geography Markup Language (GML) und dem Web Feature Service (WFS) auf.

Die Datenabgabe kann über einen Bestandsdatenauszug oder eine Nutzerbezogene Bestandsdatenaktualisierung (NBA) erfolgen. Mit der NBA können Sie
- kontinuierlich und fortführungsfallbezogen Änderungsdaten und/oder
- stichtagsbezogen Differenzdaten erhalten.

Die Objektstruktur in ALKIS® und die NAS unterscheiden sich grundsätzlich von der bisherigen Struktur und deren Schnittstellen.

Einige Vermessungsämter stellen Ihnen für einen bestimmten Übergangszeitraum nach der ALKIS-Einführung die „Alt“-Schnittstellen EDBS-Punkt, EDBS-Grundriss, ALB-Schnittstelle und ALKIS/1-Schnittstelle weiterhin zur Verfügung, wahlweise in ETRS89 oder im bisherigen Bezugssystem. Für Fragen zu den hierzu geltenden bundeslandspezifischen Regelungen wenden Sie sich bitte direkt an Ihr zuständiges Vermessungsamt.

Warum ETRS89/UTM?

Die Arbeitsgemeinschaft der Vermessungsverwaltungen der Länder der Bundesrepublik Deutschland (AdV) hat die Einführung des bundesweit einheitlichen Koordinatenreferenzsystems ETRS89/UTM beschlossen.

Die „räumliche Kompatibilität“ in Form eines einheitlichen Raumbezuges aller Geobasisdaten über die verschiedenen fachlichen Disziplinen hinweg ist die grundlegende Voraussetzung für die Zusammenführung und integrierte Nutzung von Geodaten aus verschiedenen Quellen und damit auch eine wesentliche Komponente einer Geodateninfrastruktur.


Welche Auswirkungen hat die Einführung von ETRS89/UTM für Sie?

Die Umstellung des Lagereferenzsystems für die Daten des Liegenschaftskatasters bedingt auch bei Ihnen als Nutzer eine Umstellung Ihrer Daten. Zur Durchführung der erforderlichen Koordinatentransformationen bieten die Landesvermessungsämter die entsprechenden Transformationsparameter an. Darüber hinaus werden auch spezielle Transformationsprogramme zur Umstellung einzelner Koordinaten oder zur Einbindung in eigene Programme von den Landesvermessungsämtern bereitgestellt.

 

UTM-Zoneneinteilung ALKIS


UTM-Zoneneinteilung



Lesen Sie bitte weiter, wie IAC Sie bei der Umstellung unterstützen kann...



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letzte Änderung am 02.02.2010